Compliance-Pädagogik für Profis 1 2015

Eine der wichtigsten Aufgaben der Corporate Compliance ist es, die Mitarbeiter im Unternehmen zu Compliance-Themen zu schulen. Das ist der beste Weg, ihnen bewusst zu machen, welche Verhaltensweisen falsch sind und dem Unternehmen schaden können. Gleichzeitig muss man die Mitarbeiter auch befähigen, sich richtig zu verhalten, ganz besonders in Graubereichen. Wenn aber den Schulungen eine so große Bedeutung zukommt, dann wäre es nur konsequent, sie sorgfältig zu planen – vor allem sich um die eigenen Schulungsmethoden viele Gedanken zu machen und sich ständig zu verbessern. Allerdings offenbart die aktuelle Fremdbildstudie des Berufsverbandes der Compliance Manager (BCM), bei der Führungskräfte ihre Sicht auf Compliance äußern konnten, dass gerade die Compliance-Schulungen nicht so gut abschneiden. Weil das Thema allerdings so wichtig ist, haben wir der guten Compliance-Pädagogik unsere Titelstory gewidmet.
 
Ein zweites wichtiges Compliance-Thema sind die Kartelle. So gut wie jeder Compliance Officer beschäftigt sich damit. Aber haben Sie sich schon die Frage gestellt, warum es trotz intensiven Anti-Kartell-Schulungen weiterhin Kartelle gibt? Und sitzen die bösen Kartell-Brüder wirklich immer nur im Vertrieb? In unserem Special haben wir die Kartellfälle der vergangenen zehn Jahre ausgewertet. Es handelt sich dabei um die Fälle, in denen das Bundeskartellamt Bußgelder verhängt hat. Wir wollten schauen, welche Unternehmens-Hierarchieebene beteiligt war, wie die Kartelle strukturiert waren, wie lange sie hielten und wie sie dennoch aufflogen. Wir hoffen, dass Ihnen unsere Analyse bei Ihrer Anti-Kartell-Arbeit helfen wird. Denn schließlich kann man erst wirksame Maßnahmen gegen bestimmte Dinge ergreifen, wenn man einen guten Überblick hat.
 
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und eine Überraschung!
 
Ihre
Irina Jäkel
Editor in Chief
 

Artikel aus dem Magazin

Compliance

Zurück zu den Wurzeln

Die Compliance Manager sollen sich auf ihren Ursprung besinnen und sich nicht die Garantenstellung zuschreiben lassen.

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Selbszbild Compliance

Kein Grund zur Freude

In der aktuellen Fremdbildstudie des Berufsverbands der Compliance Manager (BCM) zur Aufgabenerfüllung der Corporate Compliance kristallisiert sich vor allem eines heraus: Compliance Officer können wohl immer noch nicht ihre Themen richtig kommunizieren.

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Compliance

Licht ins Dunkel

Da Kartelle im Verborgenen agieren, bekommen die Compliance Officer von ihrer Existenz manchmal als letzte mit. Dabei gibt es durchaus Zeichen, auf die man achten sollte. Oft hilft einfach die richtige Fragetechnik.

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Foto: Thinkstock / cla78

Wer war’s?

Es gibt einen Interessenkonflikt mehr, den die Compliance Officer lösen müssen: Eine aktuelle Analyse der Kartelle der vergangenen zehn Jahre, die die Zeitschrift Compliance Manager durchgeführt hat, zeigt ein überraschendes Ergebnis: Kartelle schmiedet nicht nur der Vertrieb. Wer also noch?

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Virtuelle Teams

Keine Gefühls­duselei beim virtuellen Mitarbeiter

Eine neue Studie zeigt, welcher Führungsstil am sinnvollsten bei virtuellen Teams anzuwenden ist.

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Warschau (c) michal_staniewski

Jetzt ja nicht nachlassen!

In Polen gibt es derzeit zwei Entwicklungen, die für die Compliance-Arbeit wichtig sind: Das Land hat eine starke und interessierte Kartellbehörde und Corporate Compliance ist auf dem Vormarsch.

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Helmut Krenek im Interview (c) Privat

Zum Neubürger-Urteil

Das „Neubürger-Urteil“ hat seit seiner Veröffentlichung im Dezember 2013 die Gemüter der Compliance-Zunft erhitzt. Dr. Helmut Krenek, Vorsitzender Richter der 5. Kammer für Handelssachen am Landgericht München I und der Verfasser des Urteils im Falle des Ex-Siemens-Finanzvorstandes Hans-Joachim Neubürger, im Interview über einige Streitfragen.

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"Die Behörden tun sich mit der Frage der Berücksichtigung von Compliance nicht leicht"

Worüber sprechen die Kartellbehörden und Staatsanwälte in ihrem „Netzwerk Submissionsabsprachen“? Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, lüftet ein wenig dieses Geheimnis und spricht über das Bonusprogramm und seine Einstellung zu Compliance-Management-Systemen.

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Illustration: Marcel Franke

Wie schult man richtig?

Compliance-Schulungen sind das Kernelement eines jeden Compliance-Management-Systems. Pädagogisch sind aber Compliance Officer nicht ausgebildet und werden nur in den seltensten Fällen durch ihre Unternehmen dazu befähigt, Schulungen zu halten. Was aber ist eine gute Compliance-Pädagogik und wie schult man richtig? Eine Einleitung.

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Foto: Thinkstock/neyro2008

Compliance-Pädagogik bei Siemens

Der Technologiekonzern Siemens setzt bei der Aus- und Weiterbildung der Compliance-Manager auf ein ganz eigenes Konzept. Dabei sollen die individuelle Förderung im Mittelpunkt stehen.

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Foto: Thinkstock/ Jane_Kelly

Compliance-Pädagogik bei Daimler

Der Automobilhersteller Daimler setzt bei der Compliance-Pädagogik auf Webbasiertes Training (WBT) und schult seine Mitarbeiter vor allem in Grausituationen.

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Schulungen müssen an die Zielgruppe angepasst werden, besonders bei Führungskräften (c) Marcel Franke

Wie man Führungskräfte schult und Konflikte löst

Es gibt drei wichtige Fragen, die sich jeder Compliance Officer früher oder später stellen sollte: Wie schule ich die Führungskräfte? Wie gestalte ich in einem global agierenden Unternehmen die Trainings? Und wie gehe ich mit Konflikten während der Trainings um? Einige Antworten.

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Dr. Werner Grebe, Chief Compliance Officer der Deutschen Bahn (c) Deutsche Bahn

"Unser Risikoatlas hat uns die Augen für die Zukunftsthemen von Compliance geöffnet"

Seit Anfang 2014 hat die Deutsche Bahn ein neues Instrument zur Risikoeinschätzung – den Risikoatlas. Dr. Werner Grebe, Chief Compliance Officer der Deutschen Bahn AG, erzählt, wie dieser entstand, wozu der Atlas genutzt werden kann, wie man damit arbeitet und dazulernt.

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Foto: Thinkstock/NLshop

Fünfzig Schattierungen der Moral

Compliance-Management-Systeme sollen ihre Mentalität ändern: Gerade die Abwesenheit von Routine und Vorhersagbarkeit kann man als ein wirksames Werkzeug nutzen. Die US-amerikanischen Wissenschaftler fassen den aktuellen Stand der Forschung zur ethischen Komponente von Compliance zusammen.

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Interview mit Dr. Arnold Picot, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität (c) Privat

„Compliance an irgendwelchen Scheingrößen festzumachen ist nicht sinnvoll.“

Compliance schafft einen immateriellen Wert. Dr. Arnold Picot, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität, beschäftigt sich seit Jahren mit den immateriellen Werten von Unternehmen. Im Gespräch erklärt er, welche Rolle die Reputation und Marke im B2B-Geschäft spielt und welchen Platz darin die Compliance einnimmt.

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„Auch Kartellanten machen einen Kulturwandel durch“

Seit einem Jahr hat die Deutsche Bahn (DB) eine Einheit, die Schadensersatzansprüche des Konzerns gegen Kartellanten aufbereitet und durchsetzt. Dr. Tilman Makatsch ist Leiter dieser neuen Einheit Kartellrecht Schadensersatz. Er erklärt, wie die DB dabei vorgeht und welcher Kulturwandel zur Umsetzung erst notwendig war.

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Russland

Eyes wide open

Russland gehört zu den Ländern, in denen die Lücke zwischen Recht haben und Recht bekommen weit auseinander klaffen kann. Dr. Nikolaj Laschko hat viele Jahre lang in Handelsunternehmen interne Ermittlungen zu Betrug und Korruption durchgeführt. In seinem Erfahrungsbericht erzählt er über die Realitäten einer solchen Ermittlung in Russland.

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