Ausgabe: 44 | 2025

Berichtspflichten

Grüne Blattstruktur im Hintergrund mit dem Titel "BERICHTSPFLICHTEN" in weißer Schrift.

Liebe Leserinnen und Leser,

Europa verschiebt, verschlankt, konsultiert – aber es schafft nichts ab. Wer hier eine Generalamnestie erwartet, irrt: Der Kapitalmarkt interessiert sich weiterhin für harte Zahlen, nicht für wohlklingende Pressemitteilungen. Genau deshalb zeigt die neue Ausgabe des Compliance Manager, wie sich die Regulierungspause praktisch nutzen lässt – ohne Illusionen, aber mit Wirkung.

Carsten Beisheim erklärt im Interview mit Selma Schmitt, warum weniger Pflichten nicht weniger Mühe bedeuten, sondern mehr belastbare Nachweise. Christin Nasgowitz zeigt, dass „Stop-the-Clock“ nur den Zeitplan entschleunigt, nicht die Messlatte – und dass Greenwashing durch weniger Paragrafen keineswegs harmloser wird. Dr. Marcus Brandt und Stefan Remaklus machen deutlich, wie KI im Reporting funktioniert: kein Prompt-Zauber, sondern nachvollziehbare Quellen, dokumentierte Versionen und prüffähige Narrative.

Frederik Nyga macht klar, wie Sorgfaltserklärungen vom Pflichtdokument zum wirksamen Steuerungsinstrument reifen. Maximilian Frieling und Katja Häferer zeigen, wie globale HR-Governance den Flickenteppich lokaler Regeln glättet – ohne die notwendige Autonomie zu beschneiden. Und Prof. Dr. Cordula Meckenstock sortiert, wann bei KI am Arbeitsplatz der Betriebsrat tatsächlich mitreden darf und wann nicht.

Viel Freude bei der Lektüre!

Artikel aus dem Magazin Berichtspflichten