(c) SAI Global
(c) SAI Global
Sponsored Post

Wie wertebasierte Verhaltenskodizes Compliancekultur fördern

Compliance-Schulungen gelten als lästig und langweilig. Sobald der gefürchtete und zugleich abstrakte Begriff der Compliance aufkommt, ist ein Augenrollen zu verzeichnen, gefolgt von vorgetäuschtem Interesse. Diese gängige Reaktion auf die Befolgung wichtiger Gesetze und Vorschriften ist vor allem dann zu beobachten, wenn ein Unternehmen die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter innerhalb des Compliance-Prozesses nicht berücksichtigt und sich lediglich auf gesetzliche Verpflichtungen konzentriert.

Dieser beunruhigende Trend gilt für alle Aspekte des Compliance-Schulungsprogramms eines Unternehmens, einschließlich seines überaus wichtigen Verhaltenskodex. In Wahrheit ist ein Verhaltenskodex viel mehr als eine Kästchen-Ankreuz-Übung, die eine gesetzliche Anforderung erfüllt. Er bildet vielmehr das Rückgrat der Unternehmenskultur, -Marke und -Identität.

Definition und Entwicklung eines wertebasierten Verhaltenskodex

Um eine ethische, risikobewusste Kultur im Unternehmen zu verankern, müssen die Initiativen intern beginnen und gedeihen. Damit Verhaltenskodizes, Ethik-Richtlinien, Compliance-Maßnahmen und artikulierte Werte nicht nur Ankreuz-Kästchen und Wörter an der Wand bleiben, ohne dass Anstrengungen unternommen werden, eine ethische Kultur in das tägliche Handeln des Unternehmens einzuflößen, müssen sich die Mitarbeiter überhaupt erst dem Aufbau und dem Aneignen einer Unternehmenskultur verschreiben.

Compliance- und Personalabteilungen sollten bei der Entwicklung eines Ethik-Kodex darauf achten, dass dieser die Werte, Prinzipien und die Mission ihres Unternehmens verdeutlicht, indem sie diese mit professionellen Verhaltensstandards verbinden, die von den Mitarbeitern akzeptiert werden können. Diese vorausschauende, wertebasierte Herangehensweise an die Compliance schafft ein Umfeld und letztlich eine Kultur, in der die Zeit und die Menschlichkeit der Mitarbeiter respektiert und anerkannt werden. Damit wird es wahrscheinlicher, dass sie ihrerseits dem Unternehmen Respekt entgegenbringen und die Regeln und Vorschriften einhalten.

Die Entwicklung und Durchführung einer Verhaltenskodex-Schulung ist von entscheidender Bedeutung, um das Verhalten der Mitarbeiter zu beeinflussen und den Kodex im Unternehmensgeist zu verankern. Anstatt sich auf pedantische Regeln und gesetzliche Richtlinien zu konzentrieren, sollte die Schulung mit den Unternehmenswerten verbunden werden, die in der gesamten Organisation gelebt werden und auf realen Szenarien basieren. Dieser menschenzentrierte Ansatz hilft den Teilnehmern einer Schulung zu verstehen, wie diese eine fundierte Entscheidungsfindung erleichtern kann.

Eine von den Mitarbeitern getragene Compliance-Kultur

Obwohl die ethische Strategie im Unternehmen von Führungskräften diktiert wird, entsteht eine effektive Compliance-Kultur „Bottom up“ – von unten nach oben: Um das Engagement des Personals zu erreichen, sollten die Mitarbeiter befähigt werden, die Stimme der Compliance-Kultur zu sein, indem sie den Austausch darüber antreiben, was sich ändern muss und was nicht. Schließlich diktiert die im Unternehmen geschaffene Kultur das Risiko, das die Mitarbeiter eingehen – und so werden sie zu den wichtigsten Stakeholdern in diesem Prozess. Das obere und mittlere Management muss diese wichtigen Gespräche führen, leiten und an ihnen teilnehmen, aber die Mitarbeiter müssen die Treiber sein.

Ein wertebasierter Verhaltenskodex trägt dazu bei, essentiell die Compliance-Kultur zu unterstützen, die von der Spitze aus geführt, durch das mittlere Management verstärkt und an der Basis gepflegt wird. Man kann zwar den am besten geschriebenen Verhaltenskodex haben, aber wenn das Management nicht mit seinen eigenen Botschaften konsistent ist, schafft es einen Präzedenzfall, und die Mitarbeiter verlieren das Vertrauen in den Kodex, an dessen Erstellung sie beteiligt waren.

Deshalb reicht es nicht aus, Werte an die Bürowände zu kleben. Vielmehr müssen die Manager mit gutem Beispiel vorangehen. Dies wird einen Welleneffekt auslösen, der sich auf alle Ebenen auswirkt.

Einen wertebasierten Verhaltenskodexes in sein Unternehmen integrieren

Die Schaffung eines wertebasierten Verhaltenskodexes und dessen proaktive Förderung von oben nach unten sind nur die ersten Schritte auf dem Weg zur Etablierung innerhalb eines Unternehmens. Ohne entsprechende Schulungsprogramme, die die Mitarbeiter in die Lage versetzen, sich den Kodex anzueignen und die durch ihn vermittelten Informationen zu verstärken, wird er jedoch als ein weiteres Stück nutzloser Bürokratie betrachtet werden.

Um Compliance zu erreichen, sollten Schulungsprogramme die komplexen Situationen widerspiegeln, mit denen die Mitarbeiter tagtäglich konfrontiert sind. Ein szenariobasierter Ansatz ermöglicht es den Teilnehmern, durch interaktive Simulationen realer Szenarien zu gehen, die echte Emotionen hervorrufen. Dies hilft in der Zukunft, die richtige Entscheidung in einer gegebenen Situation zu treffen. Mitarbeiter behalten wichtige Informationen eher, wenn Entscheidungen auf der Grundlage von Empfindungen und Erfahrungen getroffen werden.

Durch die Umsetzung eines kampagnenbasierten Ansatzes für Ethik und Compliance-Schulungen wird ein Unternehmen gut positioniert sein, um die Unternehmenswerte und Verhaltenserwartungen in das Gefüge seiner Kultur einzubetten. Der Verhaltenskodex muss Teil des Arbeitsablaufs der Mitarbeiter sein und muss leicht zugänglich, dynamisch und aussagekräftig sein. Dadurch wird das Vertrauen in das Engagement der Organisation zur Entwicklung einer gesunden Compliance-Kultur aufgebaut und den Mitarbeitern geholfen, ethisch richtige Entscheidungen zu treffen oder ethische Dilemmas zu verstehen, die sie möglicherweise erleben.

Ein Verhaltenskodex, der lebt

Der Verhaltenskodex ist jedoch kein einmaliges Ereignis – er muss dynamisch und wahrhaftig in die Organisation eingebettet sein. Ein proaktiver Ansatz wird die Zahl der ethischen Fehler reduzieren und die Mitarbeiter in die Lage versetzen, Probleme anzusprechen, bevor sie eskalieren. Je zuversichtlicher die Mitarbeiter die Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen, desto stärker wird die Integrität eines Unternehmens sein. Dieses Fundament bietet den Mitarbeitern die ethische Grundlage dafür, Veränderungen zu steuern und angemessen auf wachsenden Druck zu reagieren.

Der Prozess der Definition, Entwicklung, Verankerung und Aufrechterhaltung eines wertebasierten Verhaltenskodex erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der die Mitarbeiter auf allen Ebenen der Organisation berücksichtigt und einbezieht. Wenn Menschen in die Konzeption, Umsetzung und Weiterentwicklung des Kodexes eingebunden werden wird sichergestellt, dass die Unternehmenskultur und die Werte sich positiv auf das Engagement der Mitarbeiter auswirken. Dies wiederum verbessert das Compliance-Niveau, steigert die Produktivität und hilft, eine dauerhafte Kultur der Integrität aufzubauen.

Um zu erfahren, wie Sie mit SAI Global Ihren Verhaltenskodex neu beleben oder Ihr Schulungsprogramm auffrischen, können Sie eine Demo anfordern.

 

 

 

Das könnte sie auch noch interessieren

© GettyImages / relif

Das Regulatory Monitoring muss professionalisiert werden

Das vorausschauende Erfassen und Verarbeiten von Norm- und Gesetzesänderungen ist ein Punkt, in dem das Compliance Management vieler Unternehmen nach wie vor Schwächen aufweist. Ein einheitlich...

© GettyImages / ChakisAtelier

Digitalisierung spart Zeit und Kosten

Durch Automatisierung und Digitalisierung zur effizienteren Compliance-Risikoanalyse.

Foto: Getty Images / Eric Audras

Die neue EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern

Es ist jetzt genau einen Monat her, seit dem der Entwurf einer EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern veröffentlicht wurde. Und die erste offizielle Beratung durch die EU-Justizminister steht...

Foto: Getty Images / Joseph Clark

Technische Compliance als Schlüssel zur Effizienz

Technische Compliance im Großanlagenbau gehört zu den am wenigsten beleuchteten Bereichen. Dabei lassen sich viele Konflikte beseitigen, wenn man die „Spielregeln“ kennt.

Foto: Getty Images / yacobchuk

Was erfolgreiche Compliance-Einheiten ausmacht

Auf diese Frage liefert die aktuelle Berufsfeldstudie des Berufsverbandes der Compliance Manager (BCM) keine Antwort. Sie spiegelt aber an einigen Stellen interessante Ergebnisse zum Stand der...

Foto: Thinkstock / Michail_Petrov-96

Wir kriegen euch alle!

… oder auch nicht. Das hängt vom Geschick in der Kommunikation der Compliance-Dinge ab. Vor einem Jahr wurde das Ranking der Verhaltenskodizes der DAX-30-Unternehmen veröffentlicht – und hat in...

Neuen Kommentar schreiben