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Transparency International

Corruption Perceptions Index 2014 veröffentlicht

Deutschland erreicht 79 Punkte auf einer Skala von 0 (hohes Maß an wahrgenommener Korruption) bis 100 (keine wahrgenommene Korruption). Damit liegt die Bundesrepublik wie im Vorjahr auf Platz 12 des Rankings. Die ersten drei Plätze belegen Dänemark (92 Punkte), Neuseeland (91 Punkte) und Finnland (89 Punkte). Nordkorea und Somalia teilen sich mit acht Punkten den letzten Platz. Die Punktwerte der Türkei, Angola, China, Malawi und Ruanda haben sich im Vergleich zum letzten Jahr am stärksten verschlechtert.

Der Korruptionswahrnehmungsindex zeige deutlich, dass Geldwäsche, Steuer-schlupflöcher und gestohlene Vermögen Entwicklungsländer bei der Ausübung solider Regierungsführung massiv behindern, heißt es in der Pressemitteilung von Transparency Deutschland. Edda Müller, Vorsitzende von Transparency Deutschland fordert darin die Bundesregierung auf, "sich für eine zeitnahe Verabschiedung der vierten EU-Anti-Geldwäscherichtlinie einzusetzen, um das Aufspüren von Geldern aus illegalen Geschäften zu erleichtern." Darin biete sich  "eine einmalige Gelegenheit, den Aktivitäten von Kriminellen, Steuerflüchtlingen und korrupten Amtsträgern in Europa und der Welt einen Riegel vorzuschieben.“

Die detaillierten Ergebnisse finden Sie unter http://www.transparency.org/cpi2014  oder Sie schauen sich die zusammenfassende Broschüre nach Klick auf Corruption Perceptions Index 2014 [engl.] direkt hier an.

Der Corruption Perceptions Index (CPI) setzt sich aus verschiedenen Expertenbefragungen zusammen und misst die bei Politikern und Beamten wahrgenommene Korruption. Damit ein Land in die Rangliste aufgenommen wird, müssen mindestens drei Datenquellen vorliegen. Dieses Jahr umfasst der Index insgesamt 175 Länder. 2013 waren es 177 Länder. Im Vergleich mit dem CPI 2013 sind die Länder Brunei, Äquatorialguinea und St. Lucia nicht mehr im Index vertreten, dafür ist Samoa hinzugekommen.

 

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